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140 Jahre
Trachtenbewegung in Bayern

Viele Veranstaltungen im vergangenen Jahr standen unter dem Motto des Jubiläums.

Auch wenn sich vieles ändert, auch bei den Trachtlern -
der Kern unserer Botschaft bleibt gleich:
"Wir beten nicht die Asche an,
sondern bewahren und reichen das Feuer weiter!"
 

Die Holzhauser Jugendtage 2026 aus einem anderen Blickwinkel

Vom 30. August 2026 fanden wieder die Holzhauser Jugendtage statt. Jugendliche Trachtlerinnen und Trachtler aus ganz Bayern kamen im Trachtenkulturzentrum zusammen, um gemeinsam eine unvergessliche Zeit zu verbringen.

Für viele gehören die Holzhauser Jugendtage inzwischen zu den besonderen Höhepunkten im Trachtenjahr. In Zelten wird gemeinsam übernachtet, neue Freundschaften werden geschlossen und bereits bestehende Kontakte gepflegt. Gleichzeitig bietet das Wochenende die Möglichkeit, verschiedene Bereiche des bayerischen Brauchtums selbst auszuprobieren und dabei jede Menge Spaß zu haben.

Wie die Jugendtage aus Sicht eines Teilnehmers erlebt werden, erzählt Johannes Wiedemann aus dem Trachtenverein D‘Lechauer Königsbrunn im Interview.

Worauf hast du dich vor den Jugendtagen am meisten gefreut? Warst du auch ein bisschen nervös?

Am meisten habe ich mich auf die anderen gefreut. Ich hatte mich bereits letztes Jahr mit einigen sehr gut verstanden und daraus sind auch echte Freundschaften entstanden. Die Leute dann wiederzusehen, ist einfach schön.

Tatsächlich war ich ein bisschen nervös, da es jedes Jahr anders ist und man nie weiß, wie das Wochenende so verläuft.

Was habt ihr bei den Jugendtagen alles gemacht?

Am Donnerstag haben wir, nachdem alle angekommen und ihre Zelte bezogen hatten, zeltweise ein Kennenlernspiel gespielt. Jeder hat dabei eine Art Steckbrief über sich ausgefüllt, der anschließend vorgelesen wurde. Die anderen mussten dann erraten, auf wen der Steckbrief zutrifft.

Am Donnerstagabend haben wir alle zusammen den Pumuckl-Film angeschaut.

Am Freitag gab es zunächst ganz normal Frühstück im Stadel. Danach fand die Holzhauser Olympiade statt. Dabei mussten wir in Teams an insgesamt etwa zwölf Stationen verschiedene Hindernisparcours und Geschicklichkeitsaufgaben bewältigen. Tatsächlich wurde meine Gruppe bei der Olympiade Erste, was ziemlich überraschend war.

 

Nach dem Mittagessen hatte jeder am Nachmittag seinen ersten von zwei Kursen.

Ich hatte am Freitag gemeinsam mit einem Freund den Kurs „Singen, Tanzen, Löffeln“. Dort haben wir zunächst den Weißwurst-Rap gesungen und die Grundlagen des Löffelns gelernt. Das Singen war echt lustig, weil sich am Anfang kaum jemand getraut hat mitzumachen. Nach und nach sind aber doch alle eingestiegen.

Das Löffeln war für mich an diesem Tag das Highlight. Es hat einfach mega viel Spaß gemacht und war richtig lustig – auch wenn einem danach die Finger ein bisschen wehgetan haben.

Am Abend stand dann noch der traditionelle Tanzabend auf dem Programm. Der findet jedes Jahr statt und macht eigentlich immer richtig Spaß.

Am Samstagvormittag hatte ich gemeinsam mit Daniel den Schnalzerkurs. Der war zwar ein bisschen anstrengend und es hat gedauert, bis man wirklich einen Schnalzer herausgebracht hat, aber es hat sehr viel Spaß gemacht. Die Blasen an den Händen muss man dabei einfach ignorieren.

Am Samstagabend folgte der Quizabend. Dabei wurden verschiedene Spiele gespielt, die schon im Fernsehen liefen, als die Betreuer selbst noch jung waren. Jeder musste mitmachen – ich natürlich auch. Letztendlich habe ich bei „Ruck Zuck“ mitgespielt. Gewonnen haben wir leider nicht, dafür sind bei uns einige ziemlich lustige Wortkreationen entstanden.

      

Danach gab es dann – natürlich völlig zufällig und wie jedes Jahr – den Partyabend. Der hat ebenfalls wieder richtig Spaß gemacht. Einfach mal gemeinsam Party zu machen, ist schon cool.

Am Sonntag gab es zum Abschluss noch ein gemeinsames Frühstück und einen Gottesdienst. Danach wurde aufgeräumt und zum Abschluss noch ein Gruppenfoto gemacht.

 

         

Was war für dich der lustigste Moment des Wochenendes?

Der lustigste Moment war für mich, als der Kinoabend losging und Schlumpfi als Eismann verkleidet plötzlich allen Eis ausgeteilt hat. Den Moment werde ich definitiv nicht.

Hast du neue Leute kennengelernt oder vielleicht sogar neue Freundschaften geschlossen?

So wirklich ganz neue Leute habe ich dieses Jahr nicht kennengelernt. Dafür habe ich mit einigen Nummern ausgetauscht, um auch nach den Jugendtagen in Kontakt bleiben zu können.

Zum Beispiel haben wir zu sechst schon geplant, uns einmal in München zu treffen.

Wenn du einen einzigen Moment der Jugendtage noch einmal erleben könntest – welcher wäre es?

Ich glaube, ich würde den Tanzabend gerne noch einmal erleben. Da ist wirklich jeder nett zu jedem, man kommt mit vielen anderen ins Gespräch und die Stimmung ist einfach super.

Was nimmst du von den Jugendtagen mit?

Ich nehme von den Jugendtagen viele lustige Erinnerungen und einen großen Nachholbedarf an Schlaf mit.

Die Holzhauser Jugendtage zeigen erneut, wie lebendig und aktiv die Trachtenjugend in Bayern ist. Neben Kursen und gemeinsamen Aktivitäten stehen vor allem Begegnungen und Freundschaften im Mittelpunkt. Für Johannes geht das Wochenende deshalb auch weit über die eigentlichen Jugendtage hinaus: Kontakte bleiben bestehen, gemeinsame Treffen werden geplant und aus Begegnungen entstehen Freundschaften. Danke Johannes, dass wir an deinen wertvollen Erfahrungen teilhaben durften. 

 

140 Jahre
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Viele Veranstaltungen im vergangenen Jahr standen unter dem Motto des Jubiläums.

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Altbayrisch-Schwäbischer-Gauverband, Sitz Augsburg web@gauverband.info